Warum das so erstaunlich ist
Für die meisten Wirbeltiere würde großflächige Eisbildung schwere Zellschäden verursachen. Waldfrosch-Arten mobilisieren jedoch sehr große Mengen Glukose aus der Leber. Dieser Zucker wirkt als Kälteschutzstoff: Eis kann um die Zellen entstehen, während die Zellen selbst besser vor Gefrieren und Austrocknung geschützt werden.
Was passiert dabei eigentlich?
Der Frosch wird dabei nicht in jedem mikroskopischen Bereich zu einem einzigen Eisblock. NPS-Beschreibungen unterscheiden Eis in Körperräumen und zwischen Zellen von den geschützten Zellinneren. Zentrale Organe wie Herz und Leber frieren später und tauen früher auf, was die Erholung erleichtert.
Das Detail, das den Fakt noch besser macht
Waldfrosch-Populationen in Alaska treiben diese Anpassung besonders weit. Denali National Park berichtet von Überleben bei Temperaturen bis etwa −12 °C. Weil die Tiere oberflächennah unter Laub überwintern können, werden sie im Frühjahr früh aktiv und erreichen temporäre Laichgewässer, bevor viele andere Amphibien unterwegs sind.
Quellen
U.S. National Park Service — Denali: Amphibians
U.S. National Park Service — Kobuk Valley: Tiny Masters of Arctic Survival
U.S. National Park Service — Gates of the Arctic: Biological Miracle